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Netzwerk der Fachwissenschaftler
in der Medizin

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen auf der Homepage unseres Netzwerks der Fachwissenschaftler in der Medizin (nfm-e.v.).

Wir sind Fachwissenschaftler und arbeiten in unterschiedlichen Bereichen der Medizin. Wir sind Naturwissenschaftler mit unterschiedlicher Spezialisierung wie Klinische Chemiker, Fachhumangenetiker, Reproduktionsbiologen, Molekularpathologen. Auch wenn wir gemeinsam mit unseren jeweiligen naturwissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften Curricula für die Weiterbildung von Naturwissenschaftlern erfolgreich etablieren konnten, fehlt eine gesetzliche Regelung für die Anerkennung der daraus hervorgehenden qualifizierenden Abschlüsse. Dieses müssen wir ändern (informieren Sie sich hier über die Hintergründe)

Unsere Position

Im Gesundheitswesen sind neben Ärzten, Technischen Assistenten und Pflegepersonal auch spezialisierte Naturwissenschaftler als Fachwissenschaftler tätig. Diese Fachwissenschaftler sind eine sehr heterogene Berufsgruppe, was sich an den unterschiedlichen Spezialisierungen deutlich erkennen lässt.

Unser Vorstand

Der Vorstand setzt sich aus zwei Fachwissenschaftlern der Humangenetik, einem Fachwissenschaftler der klinischen Chemie und einem Fachwissenschaftler der Reproduktionsbiologie zusammen.

Mitgliedschaft

Werden Sie Mitglied. Durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen Sie die Durchsetzung der Ziele des Netzwerks wie beispielsweise Vereinheitlichung der unterschiedlichen Weiterbildungsordnungen, gesetzliche Anerkennung zur Berufsausübung einer der unterschiedlichen Spezialisierungen. Nur durch ein starkes gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit und Politik lassen sich die genannten Ziele und weitere Ziele erreichen.

Mit nur einer Hand läßt sich kein Knoten knüpfen.

Altes Sprichwort

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Bericht über die Jahreshauptversammlung am 29.09.2018

Die 6. Jahreshauptversammlung des nfm e.V. fand, wie in den Jahren zuvor in der Station Lounge gegenüber des Frankfurter Hauptbahnhofs statt.

Die Jahreshauptversammlung startete mit seiner ersten Fortbildungsreihe mit zwei hochaktuellen fächer-übergreifenden Themen, für die Herr Dr. Dirk Heckl, Biomediziner an der Medizinischen Hochschule Hannover und Herr Dr. Thorsten Trapp, Vorsitzender der Ethikkommission der Heinrich Heine Universität Düsseldorf und Mitglied des klinischen Ethikkomittees des Universitätsklinikums Düsseldorf gewonnen werden konnten.

In dem Vortrag von Dr. Heckl unter dem Titel „Genome Editing – Prinzipien und Anwendung der Genomeditierung“ wurde wichtiges Grundwissen der neuen molekularbiologischen Technik zur zielgerichteten Veränderung von DNA und des menschlichen Erbguts vermittelt. Er stellte in diesem Zusammenhang bereits verfügbare Technologien vor und gab einen Überblick über die Grundlagen der „Genschere“ CRISPR/Cas9 und ihre Anwendungen z.B. in der Gentherapie, bei der Inaktivierung von Genen, bei der Entfernung von Genbestandteilen sowie Genkorrekturen (zum Vortrag).

In einer der Eingangsfolien des Vortrags heißt es „Genkorrektur ist die einzige wirkliche Heilung genetischer Erkrankungen“, eine Aussage, die zukunftsweisend und ein Segen für Familien mit belastenden Erbkrankheiten sein kann. Aber durch diese Techniken werden in Zukunft auch Modifikationen an Keimbahnzellen möglich sein, die an die nächstfolgende Generation weitergegeben werden könnten. Spätestens an dieser Stelle stellen sich komplexe und grundlegende ethische Fragen zur Zulässigkeit solcher Eingriffe.

„Reflexion des Einsatzes von Gentechnik beim Menschen“ so lautete das Thema des zweiten Referenten Dr. Thorsten Trapp, der sich in seiner Funktion als Medizinethiker mit der ethischen Bewertung von Forschungsvorhaben im Humanmedizinischen Bereich befasst. Er stellte in seinem Vortrag an einigen Beispielen aus seiner Tätigkeit die Bearbeitung ethischer Fragestellungen nach der „Prinzipienethik von Beauchamp und Childress“ dar. Bei diesem, seit ca. 30 Jahren in der Medizinethik angewendetem Verfahren, wird die Bewertung anhand vier gleichwertiger Prinzipien durchgeführt. Diese sind: Das Prinzip des Respekts vor der Autonomie, das Prinzip der Fürsorge, das Prinzip des Nichtschadens und das Prinzip der Gerechtigkeit. Die vier Prinzipien werden bei dieser ethischen Betrachtungsweise für die jeweilige Fragestellung beleuchtet und es wird versucht, durch einen Ausgleich der gewichteten Bewertung dieser Prinzipien eine moralisch vertretbare Vorgehens­weise zu erarbeiten.

Im Anschluss der Vorträge folgte eine lebhafte und informative Diskussion der Teilnehmer mit den Referenten über beide Themen. Die Moderation übernahmen Dr. Claus Sibold und Dr. Dunja Baston-Büst.

Die Fortbildung wurde von den Teilnehmern durchweg positiv bewertet. Die Fortbildungsreihe mit fächer-über­greifenden Themen sollte auf den nächsten JHV fortgeführt werden. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, dem Vorstand Themenwünsche zuzusenden.

Im zweiten Teil der Jahreshauptversammlung folgte die Mitgliederversammlung des nfm e.V., die mit den Berichten aus dem Vorstand über die Vorstandsarbeit 2017/2018 startete.
Einzelne Themen waren:
– aktueller Stand des Elektronischen Gesundheitsberufe-Registers (eGBR)
– Harmonisierung der Weiterbildungsordnungen zur Erlangung des beruflichen Zusatztitels – Fachwissenschaftler – durch die Fachgesellschaften
– Öffentlichkeitsarbeit mit einer Stellungnahme zur Überarbeitung der Heilpraktiker-Überprüfungsrichtlinie sowie mit einem Antrag zur Aufnahme des nfm e.V. in die Lobbyliste des Deutschen Bundestages

Weitere Informationen lassen sich dem Protokoll der 6. Jahreshauptversammlung auf der internen Mitgliederseite entnehmen (siehe unter Mitgliedschaft).

Die Vorstandswahlen ergaben folgende Besetzung des Vorstandes für die kommenden 2 Jahre:
Der 1. Vorsitzende Dr. Claus Sibold und 2. Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Kunz wurden in ihren Ämtern bestätigt, gleiches gilt für das Beiratsmitglied Dr. Gisela Raabe-Meyer (BVDH). Neu in den Vorstand gewählt wurde in das Amt der Schriftführerin Dr. Dunja Baston-Büst (AGRBM) und in das Amt des Schatzmeisters Dr. Thomas Jeziorowski (AGRBM). In den Beirat wurde Dr. Martin Christmann als Vertreter des Mitgliedsverbandes BNLD gewählt. Dr. Christmann wurde darüber hinaus für das Geschäftsjahr 2019 in das Amt des Kassenprüfers gewählt.

Das nfm setzt sich u.a. für eine breitere Anerkennung des Berufsbildes des Fachwissenschaftlers in der Medizin ein.
Wer Interesse hat mit zu arbeiten, ist jederzeit bei uns willkommen (vorstand@nfm-ev.de)

Interessantes aus der Presse

aus: Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie (2016)

Die AGRBM arbeitet seit Jahren daran, das Berufsbild des Reproduktionsbiologen zu etablieren. Wie nur in wenigen anderen n1edizinischen Fachgebieten, hängt der Behandlungserfolg der Reproduktionsmedizin unmittelbar von den fachfremden Leistungen der Naturwissenschaftler ab. Nur die Zusammenarbeit von Reproduktionsbiologen und Reproduktionsmedizinern, die ihr jeweiliges Gebiet beherrschen, gewährleistet dabei eine optimale Behandlung der Patienten.

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Aktuelle Termine

SAVE the DATE

13.09./14.09.2019
7. Jahreshauptversammlung
Fortbildungsthemen:
Biobanking / Datenschutz

Station Lounge
Am Hauptbahnhof 10
60329 Frankfurt am Main